I leb zwischen Kalifornien und Bayern — und vermiss eigentlich immer irgendwas vom anderen Ort. In meiner Küch stehen Sriracha und Senfgurkerl friedlich nebeneinand, und ehrlich g’sagt — de vertrag’n sich besser, als ma denkt.
Mittenheim — des is a kloaner Weiler mitten in Oberschleißheim, gleich nördlich von München. Ang’fangen hat’s als Franziskanerkloster in de 1700er, und de oiden Gebäud stehen heit no — umg’baut, verwittert, still und schön. S’Schloss Schleißheim is glei um’s Eck, aber Mittenheim selber is des genaue Gegenteil von prunkig: a Handvoll Straßen, wo d’Nachbarn no ohne Grund an Kuchen vorbeibringen und wo’s Abendessen a ernste Angelegenheit is. Genau der Geist — guats Essen, koa Schnickschnack, a bisserl Herz auf’m Teller — des steckt in dem Blog.
Jeds Rezept hier is was, des mir wirklich unter der Woch’n kochen. Koane Siebzehn-Schritte-Angeber-Gerichte, koane Zutaten, für die ma an Reisepass braucht. Des san Mahlzeiten aus Kochbücher, von Freind, Familie, dem Internet, Bauernmärkt in beide Zeitzonen — ang’passt, verfeinert und so lang ausprobiert, bis’ zu unserem Alltag passen. A bisserl bayerisch. A bisserl kalifornisch. Immer a bisserl improvisiert.
Manche Abend gibt’s a Ein-Topf-Curry mit allem, was der Kühlschrank hergibt. Manche Abend a g’scheits Schnitzel, weil’s Herz will, was es will. Und manche Abend einfach a guats Brot, an guatn Käs und a feste Meinung, welcher Senf der richtige is. (Es is da süße Senf. Do gibt’s nix zum Diskutier’n.)
I hab den Blog ang’fangen, weil i meine eigenen Rezepte ständig in Gruppenchats und auf zerknitterte Zetteln verloren hab. Jetzt wohnen’s hier, und ihr dürfts euch gern bedienen. Kocht’s genau nach Anleitung, oder ändert’s alles — würd i ja eh aa machen.
Setzt’s euch hin. Nehmt’s euch a Radler. Und dann kochen ma was.